Hier wollen wir Ihnen ein bisschen "Schigeschichte" darbieten. Auch wenn wir uns heutzutage nur mehr Gedanken über Material, die besten und neusten Carving-Schi oder Snowboards oder "Apres-Skis" machen - ein bisschen Reminiszenz sollte auch sein ...
Hier wollen wir Ihnen ein bisschen "Schigeschichte" darbieten. Auch wenn wir uns heutzutage nur mehr Gedanken über Material, die besten und neusten Carving-Schi oder Snowboards oder "Apres-Skis" machen - ein bisschen Reminiszenz sollte auch sein ...
Die bis heute älteste bekannte Abbildung eines Skiläufers wird 1929 anlässlich einer Torfabtragung auf der nordnorwegischen Insel Rödöy gefunden. Sie ist mit Klopfstein in einen Felsen gehämmert und stellt einen Menschen auf Skiern mit Hasenohren und Wurfholz dar. (Alter: ca. 4500-5000 Jahre).
Skier - vor allem abgebrochene - werden mehrfach in Mooren gefunden. Unter Luftabschluss bleiben sie oft sehr gut erhalten.
Die Abbildung zeigt den „Ski von Hoting", den ältesten bisher bekannten Ski, erzeugt mit Steinwerkzeugen und gefunden in einem Moor bei Hoting in Schweden. Sein Alter wird mittels pollenanalytischer Methode auf ca. 4500 Jahre geschätzt. Länge: 110 cm, Breite: 10 cm, Dicke: 1 cm, Stemmloch: quer
Die Verwendung einer Fellsohle auf Schnee lässt bald erkennen, dass Gleiten die Fortbewegung beschleunigt, ebenso wie die weitere Vergrößerung der Trittfläche eine Minderung des Einsinkens - in Sumpf oder Schnee - bedeutet. So wächst der Trittschneeschuh in die Länge und wird auf die Fellschuhe mit Mehrrohrbügel und Riemen gebunden. Erst durch die Erfindung des Fellskis kann das wildreiche Inland Nordeurasiens im Winter erobert werden (weiterer Vorteil: Geräuschlosigkeit des Fellskis beim Anpirschen!).
MATHIAS ZDARSKY, 1856 in Iglau/Mähren geboren, zieht er sich in reiferen Jahren auf das Gut Habenreit bei Lilienfeld zurück. Durch NANSEN, vor allem aber durch schneereiche Winter, die seine Bewegungsfreiheit stark eindämmen angeregt, lässt er sich aus Norwegen Skier kommen.
Diese sind 294 cm lang, 8 cm breit, 4,75 kg schwer und vorne und hinten aufgebogen.
ZDARSKYS großes Verdienst liegt auch in der Entwicklung von Bindungen.
Sein 1896 erscheinendes Lehrbuch „Lilienfelder Skilauf-Technik" (ab der 4. Auflage „Alpine Skifahr-Technik") ist wegweisend für die damalige Zeit.

1905 führt ZDARSKY am Muckenkogel in Lilienfeld erstmals einen „Torlauf" durch, gefahren als Wertungslauf. ZDARSKY steht auch in der Auffassung des Zieles des Skilaufs im Gegensatz zu der sportlichen betonten Einstellung der „Norweger", weil er dem Tourenfahren den Vorzug gab.
Die Norweger verlangen immer die schmale Spur - auch auf Harsch, dagegen ist ZDARSKY für eine der Situation angepasste Skistellung (ganz modern)! ZDARSKY ist das Genie unter den österreichischen Skipionieren, weil er, ohne heimisches Vorbild, jene Voraussetzungen im Skilauf schafft, die das alpine Gelände erst dem Skifahrer erschließen.
Er ist deshalb als der „Schöpfer" des alpinen Skifahrens zu betrachten!

1947 entsteht der erste Österreichische Schilehrplan. Die "fünfziger Jahre" sind geprägt von der "Wedeltechnik", in den sechziger Jahren wird der "Breitschwung" demonstriert und alle Übertreibungen werden abgebaut (übertriebene Verwindung und Hüftknick beim Schwungverhalten).
Die 70er Jahre und somit der "Jet" sind angebrochen. In den 80er und 90er Jahren prägen "Stemm-, Parallel- und Scherschwingen" den Lehrplan.
Im letzten Jahrzehnt tritt die Diskussion der Skitechnik zunehmend in den Hintergrund. Eine steigende fachliche Übereinstimmung verschiedener Arbeitskreise und Nationen ist zu beobachten. Im Mittelpunkt des Interesses steht der Schüler (bzw. der Gast) und seine Befindlichkeit beim Skilauf. Damit finden zunehmend auch Themen wie "Umwelt" und "Marketing" Beachtung.
Skifahren soll in erster Linie als freudvolle Bewegung erlebt werden können !
Schi Heil !